Seniorenumzug ▷ Planung, Durchführung, Kosten & Zuschüsse

Letztes Update: 29. Juni 2022

Jeder Umzug ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Bei einem Seniorenumzug ist dieser deutlich höher. Ältere Menschen sind nicht mehr so stark belastbar. Zudem fällt es dieser Altersgruppe am schwersten, sich vom bisherigen Zuhause zu trennen. Worauf Sie bei der Planung und dem Umzug achten sollten, erfahren Sie jetzt.

Seniorenumzug

Darauf sollte bei einem Seniorenumzug geachtet werden

Das Ziel ist, dass der Umzug reibungslos abläuft, damit die Senioren weniger belastet werden. Denn für die meisten ist der Umzug in ein neues Heim schon schwer genug.

Die meisten Senioren haben sehr viele Jahre in ihrem alten Zuhause verbracht. Dementsprechend hat sich viel angesammelt. Die größte Herausforderung ist es, die Menge an Habseligkeiten zu verkleinern. In der Regel ziehen Senioren in ein kleineres Domizil um.

Das kann beispielsweise sein:

  1. Ein Zimmer im Pflegeheim oder Altersheim
  2. Betreutes Wohnen
  3. Eine kleine Wohnung in der Nähe der Familie
  4. Eine barrierefreie Wohnung

Wichtig zu beachten ist, dass eine Haushaltsauflösung mit sehr viel Zeit und Aufwand verbunden sein kann. Die meisten Senioren sind nicht gerade davon begeistert, von ihrer geliebten Umgebung wegzuziehen. Folglich fangen manche erst gar nicht richtig damit an, sich von ihren Habseligkeiten zu trennen.

Gleichzeitig haben Familienmitglieder und Angehörige meistens arbeitsbedingt kaum Zeit, dabei mitzuhelfen, den Hausstand zu verkleinern.

In dem Fall lohnt es sich, ein spezialisiertes Umzugsunternehmen in Anspruch zu nehmen.

Wie Sie ein Umzugsunternehmen finden, welches sich auf Seniorenumzüge spezialisiert hat

Bevor Sie sich Seniorenumzug Angebote einholen, sollten Sie innerhalb der Familie klären, welche Aufgaben selbst erledigt werden können. Je mehr Angehörige mit anpacken können, umso günstiger kann der Umzug werden.

Umzugsunternehmen, die auf Seniorenumzüge spezialisiert sind, bieten normalerweise folgende Unterstützung an:

  • Das Verpackungsmaterial wird bereitgestellt.
  • Der Hausrat kann eingepackt und in das neue Heim transportiert werden.
  • Möbel werden abgebaut und im neuen Zuhause wieder aufgestellt. Dasselbe gilt für Lampen, Vorhänge und Bilder: Sie werden am gewünschten Platz wieder angebracht.
  • Zusätzlich ist es möglich, das Haus oder die Wohnung nach dem Ausräumen reinigen zu lassen. Folglich kann der nächste Mieter direkt einziehen.

Je nach Umzugsunternehmen sind weitere Leistungen möglich:

  • Installationsarbeiten (Elektronik und Sanitär)
  • Manche Umzugsunternehmen kaufen Haushaltsgegenstände auf, um sie anschließend weiterzuverkaufen. Das bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie sich nicht um Mobiliar zu kümmern brauchen.
  • Bei besonderen Möbeln, Erbstücken oder Ähnlichem kann es sich jedoch lohnen, diese in einer Lagerhalle einzulagern. Umzugsunternehmen sind nach Bedarf auch hierbei behilflich.

Wie teuer ist ein Seniorenumzug?

Die Kosten für einen Seniorenumzug hängen von unterschiedlichen Aspekten ab:

  • Menge des Hausrats: Je mehr Möbel und weitere Gebrauchsgegenstände in das neue Zuhause gebracht werden, desto höher ist der Preis.
  • Entfernung zwischen beiden Haushalten: Die Entfernung wird in der Regel über die Kilometerpauschale berechnet.
  • Gebuchte Leistung: Der Preis kann je nach Anspruch der Leistung unterschiedlich hoch sein.
  • Termin des Umzuges: Unter der Woche ist ein Umzug deutlich günstiger als an Wochenenden oder Feiertagen.

Je nach Anbieter ist es möglich, Fotos an das Umzugsunternehmen zu senden. Anhand dieser Fotos wird festgestellt, welcher Umfang an Möbeln und weiteren Gebrauchsgegenständen transportiert werden muss. Das Unternehmen unterbreitet anschließend ein individuelles Angebot.

Ein Seniorenumzug kann zwischen 600 und 5.000 Euro kosten. Es lohnt sich im Vorhinein auszumisten. Wenn die Angehörigen beim Umzug mithelfen, bewegt sich der Preis in der Regel im unteren vierstelligen Bereich.

Finanzieller Zuschuss

Senioren, die nur wenig Rente haben, können Zuschüsse erhalten. In manchen Fällen werden die Umzugskosten komplett von der Pflegekasse übernommen, wenn der Betrag nicht über 4.000 Euro übersteigt.

Die Pflegekasse unterstützt Senioren auch dann, wenn die bisher bezogene Wohnung altersgerecht umgebaut wurde. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein bezuschusster seniorengerechter Badumbau stattfand.

Allerdings müssen der Pflegekasse Unterlagen gemäß § 40 SGB XI vorgelegt werden.

Ein finanzieller Zuschuss kann in folgenden Fällen gewährleistet werden:

  • Bei Pflegegrad 1 bis 5
  • Barrierefreie Wohnung: Die Wohnung wird barrierefrei umgebaut oder es erfolgt ein Umzug in eine solche Wohnung.
  • Durch den Umzug in eine andere Wohnung ist es dem Senior möglich, wieder ein eigenständiges Leben zu führen. Der Zuschuss wird auch dann gezahlt, wenn der Pflegeaufwand dadurch verringert wird.
  • Häusliche Pflege: Wenn der Umzug es ermöglicht, dass die häusliche Pflege in der neuen Wohnung leichter vonstattengeht.

Was vor, während und nach dem Umzug in Seniorenheim, etc. beachtet werden sollte

Seniorenumzug Seniorenheim

Ein Seniorenumzug kann mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden sein. Deshalb ist es wichtig, dass Sie im Vorhinein gut planen, damit der Umzug möglichst stressfrei verläuft.

Mit einer guten Planung und Umsetzung ist es möglich, die Kosten möglichst gering zu halten.

Es gilt, einen Termin zu finden, an dem der Umzug gemacht werden soll. Bis dahin muss einiges ausgemistet werden. Zudem gilt es, Zeit für die besenreine Übergabe einzuplanen.

Nicht zu vergessen ist die Beantragung von Fristen, wie beispielsweise das Parken in einer Halteverbotszone am Tag des Umzuges.

Erfolgt der Umzug in ein Pflege- oder Seniorenheim, ist es wichtig zu wissen, welche Menge an Möbel mitgebracht werden darf. Der Rest des Hausrats muss dementsprechend verkauft, verschenkt oder entsorgt werden.

Bei betagten Senioren empfiehlt es sich, diese am Umzugstag bei Verwandten, Freunden unterzubringen, damit sie weniger Stress ausgesetzt sind. Nach Bedarf ist auch eine Tagespflege möglich.

Damit die Möbel und Hilfsmittel, wie Rollator, Badewannengriff in der neuen Wohnung richtig aufgestellt werden, sollte ein Einrichtungsplan aufgehängt werden.

Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob es möglich ist, die Umzugskosten steuerlich geltend zu machen.

Nach dem Umzug gilt es zu schauen, wie die Wohnung möglichst barrierefrei gestaltet werden kann. Oft finden sich im Nachhinein noch Ausstattungsmöglichkeiten, die optimiert werden können.

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