Seniorengerechter Badumbau ▷ die wichtigsten 3 Maßnahmen hier

Letztes Update: 12. Februar 2021

Zunächst einmal sollte das Bad, wenn möglich, genug Raum bieten. In kleinen und engen Badezimmern ist nur bedingt ein seniorengerechter Badumbau möglich. Um den vorhandenen Platz optimal auszunutzen, sollten Sie daher gut planen. Welche Dinge könnte man möglicherweise in andere Räume verlegen, um den Platz zu vergrößern (beispielsweise Schränke)?

Seniorengerechter Badumbau
Ein seniorengerechter Badumbau kann u.a. rutschfeste Fliesen bedeuten

 

Seniorengerechter Badumbau – Welche Änderungen sind notwendig?

Vorhandene Badmöbel, etwa Schränke, sollten idealerweise abgerundete Kanten haben, um die Gefahr schwerer Verletzungen im Falle eines Sturzes zu verringern. Sie sollten zudem stets an der Wand durch Schrauben befestigt werden, um zur Not Halt bieten zu können. Ganz allgemein sollten Sie das Badezimmer bei einem seniorengerechten Umbau genau betrachten: Wo lauern mögliche Gefahren, und wo können Sie die Sicherheit noch erhöhen?

Die Rutschfestigkeit der Böden macht ebenfalls einen seniorengerechten Raum aus. Bodenfliesen aus Naturstein sind meist rauer als etwa Keramikbeläge. Zudem gibt es auch Bodenbeläge mit spezieller Antirutsch-Beschichtung, die man sogar im Nachhinein noch aufbringen kann. Auch eine Fußbodenheizung kann hier punkten: Sie bietet nicht nur wohlige Wärme, sondern lässt nasse Stellen auf dem Boden auch schneller trocknen. In der Dusch- oder Badewanne sollten Sie auf eine Antirutschmatte achten.

Auch die Dusch- und Badewannen können Sie inzwischen mit einer dauerhaften Antirutschbeschichtung ausstatten lassen. Falls kein neuer Einbau einer Wanne oder der Einbau neuer Fliesen geplant ist, ist die nachträgliche Beschichtung des Materials eine gute Option.

Weiterhin ist auch eine gute und helle Beleuchtung ein absolutes Muss in einem seniorenfreundlichen Badezimmer. Speziellen Komfort für wenig Geld bieten Bewegungsmelder für das Badlicht, so dass Sie im Dunklen nicht nach dem Lichtschalter suchen müssen. Achten Sie darauf, dass auch im Dusch- und Badewannenbereich ausreichend Lichtquellen vorhanden sind.

Seniorengerechter Umbau von Dusche und Badewanne

Das Einsteigen in die Badewanne ist für viele ältere Menschen besonders schwierig und birgt daher die Gefahr ein Sturzes. Umso wichtiger ist es, hier durch unterstützende Hilfsmittel für die Badewanne für Senioren nachzurüsten. Ein rutschfester Tritthocker kann den Einstieg sehr erleichtern. Diese Hocker gibt es zudem in höhenverstellbaren Ausführungen.

Eine ebenfalls praktische Einstiegshilfe sind Badewannenstufen. Die tragbaren Stufen besitzen oft einen Haltegriff und erleichtern den Einstieg enorm. Rank rutschfester Füße bieten die Hocker und Stufen zusätzliche Sicherheit. In einer Duschwanne sollte ein Duschhocker oder -stuhl nicht fehlen. Er kann zudem nicht nur als Sitzgelegenheit in der Dusche, sondern auch vor dem Waschbecken genutzt werden. Achten Sie auf eine angenehme Sitzbreite – der Hocker sollte keinesfalls zu schmal sein.

Bei einem seniorengerechten Badumbau kann die Installation einer Badewanne mit Einstiegstür eine gute Lösung sein, eine sogenannte begehbare Badewanne bzw. Sitzbadewanne. Haltegriffe in Badewannenbereich können nicht nur an der Wand installiert werden – es gibt auch Klemmhalterungen ohne Bohren, die sich direkt an der Wanne befestigen lassen.

Um besonders komfortabel und barrierefrei baden zu können, gibt den sogenannten Badewannenlift. Sie können mit diesem hoch- und hinuntergefahren werden, so dass keine Sturzgefahr beim Baden besteht. Das Material dieser Geräte ist natürlich für den Gebrauch im Wasser geeignet. Zu den drei möglichen Varianten Wannenlift Modellen zählen der klassische Stuhllift, der Tuchlift und das Wannenkissen. Da die Pflegekasse nur den Stuhllift als Hilfsmittel bezuschusst, sollten Sie sich vor allem dieses Modell genauer anschauen.

Viele Um- und Einbaumaßnahmen rund um Barrierefreiheit sind förderfähig. So können Sie sich etwa ein Rezept für Hilfsmittel wie eine Toilettensitzhalterung ausstellen lassen, wenn dies erforderlich ist. Bei Pflegestufen werden durch die Pflegekasse zudem weitere Umbaumaßnahmen bezuschusst, teils in Höhe von bis zu 4000 Euro.

Die seniorengerechte Toilette

Für viele Menschen stellt im Alter eine Toilette in normaler Höhe ein Problem dar. Beim Hinsetzen und Aufstehen kann es zu Beschwerden und Schmerzen kommen. Schon eine Erhöhung von wenigen Zentimetern kann hier erstaunliche Verbesserungen bringen, so dass besonders das Aufstehen leichter fällt. Ein Toilettenaufsatz bzw. eine Toilettensitzerhöhung kann eine wahre Wohltat sein.

Toilettenaufsätze können in den meisten Fällen einfach und ohne großen Kostenaufwand nachgerüstet werden. Es stehen zwei Varianten zur Auswahl: Modelle, die entweder verschraubt oder angeklemmt werden. Bei einigen Sitzen ist außerdem die Höhe individuell einstellbar, so dass Sie genau die richtige Sitzhöhe für sich finden können.

Weiterhin sollten Haltegriffe neben der Toilette angebracht werden. Sie sorgen für zusätzliche Sicherheit beim Aufstehen und können zudem Stürze verhindern. Auch im Badewannen- und Duschbereich ist die Montage von Griffen empfehlenswert. Allerdings gibt es auch Toilettensitzerhöhungen, an denen sich Armlehnen befinden. Sie machen etwa dann Sinn, wenn keine Wandgriffe unmittelbar neben der Toilette befestigt werden können.

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