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Behindertengerechtes Waschbecken – Darauf bei Kauf & Montage achten

Nur, weil Sie unter einer Behinderung leiden, heißt das nicht, dass Sie ständig von anderen abhängig sein wollen. Jedoch gestaltet sich gerade die morgendliche Routine im Badezimmer als Mammutaufgabe, wenn Sie sich keine Gedanken über ein behindertengerechtes Bad gemacht haben. Besonders, wenn Sie in einem Rollstuhl sitzen, kommen Sie in engen Badezimmern kaum vor oder zurück.

Selbst, wenn Sie es nicht wollten, bräuchten Sie jetzt Hilfe. Das gehört der Vergangenheit an, wenn Sie sich um ein behindertengerechtes Waschbecken bemühen. Worauf es zu achten gilt und welche Möglichkeiten Sie haben, zeigen wir Ihnen.

Behindertengerechtes Waschbecken

Folgendes bei behindertengerechtem Waschbecken beachten…

Was ist ein behindertengerechtes Waschbecken?

Rein optisch ist ein behindertengerechtes Waschbecken kaum von einem normalen Vertreter zu differenzieren, jedoch gibt es einige feine Unterschiede. In erster Linie ist ein behindertengerechtes Waschbecken unterfahrbar. Sie können mit Ihrem Rollstuhl komplett unter das Waschbecken fahren und müssen sich nicht quer davorstellen oder lang strecken, damit Sie an den Wasserhahn gelangen. Darüber hinaus ist ein solches Waschbecken deutlich niedriger. Selbst in einer bequemen Sitzposition können Sie sich waschen, ohne sich zu verrenken.

Typisch für behindertengerechte Waschbecken ist, dass diese vorne oder an den Seiten über passende Einbuchtungen verfügen, damit Sie sich bequem mit dem Rollstuhl heranziehen können. Zugleich dienen diese Griffe auch als Hilfe, wenn Sie sich zum Beispiel aufrichten möchten.

Gewiss gibt es auch behindertengerechte Waschbecken, die nicht auf Rollstuhlbenutzer zugeschnitten sind. Jene erlauben aber dennoch, dass Sie sich davorsetzen können. Das ist schlichtweg weniger anstrengend.

Praktisches Zubehör für Ihr Badezimmer

Das Waschbecken ist lediglich ein kleiner Teil vom Badezimmer. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich einen großen und hellerleuchteten Spiegel zulegen. Ein mit LEDs beleuchteter Badspiegel ist die richtige Wahl, denn oftmals reicht das Hauptlicht des Badezimmers nicht aus, damit Sie alles klar und deutlich im Spiegel erkennen.

Bei einem LED-Spiegel ist das anders, denn hier sind LEDs in die Seiten integriert, um Sie direkt von vorne zu beleuchten. Sie erkennen auch die kleinsten Hautunebenheiten. Darüber hinaus sparen Sie bares Geld, denn gerade morgens müssen Sie nicht das Hauptlicht einschalten, sondern nur die stromsparenden LEDs. Welche Art von Spiegel es werden soll, bleibt Ihnen überlassen.

Wir empfehlen einen recht- oder viereckigen Spiegel, denn so kann dieser perfekt mit dem Waschbecken abschließen. Ein ovaler oder runder Spiegel engt Ihre Sicht ein, sieht dafür aber recht modern und elegant aus. Es bleibt Ihnen überlassen.

Das gilt es beim Kauf zu beachten

Sind Sie auf der Suche nach einem behindertengerechten Waschbecken, müssen Sie auf einige Kleinigkeiten achten. In erster Linie ist wichtig, dass Sie den vorhandenen Platz ausmessen. Sollten Sie das Bad komplett neugestalten, achten Sie von Anfang an darauf, dass Sie barrierefrei ins Badezimmer einfahren und wieder herausfahren können. Lieber lassen Sie den einen oder anderen Schrank weg, damit Sie mehr Platz im Badezimmer haben.

Statt einer klassischen Badewanne gibt es übrigens auch platzsparende Sitzbadewannen, die auch noch als etwas mobiler Rollstuhlfahrer genutzt werden können. Dabei muss kein Badewannenschenkel überquert werden, sondern man kann nach Öffnen der Türe einfach einsteigen.

Wissen Sie, wie groß das Waschbecken sein darf, können Sie sich auf Shoppingtour begeben. Im Handel gibt es heute zum Glück immer mehr behindertengerechte Waschbecken, die keinen “Krankenhauscharme” versprühen. Vielen großen Designern ist das Problem bekannt, weshalb es aktuell bereits Vertreter gibt, die zu wahren Hinguckern werden.

Individuell Waschbecken auswählen

Achten Sie immer darauf, dass das Waschbecken nicht zu groß ist. Besonders, wenn Sie ein wenig Bauchumfang haben, könnte ein zu großes Waschbecken das morgendliche Waschen erschweren, da Sie nicht so leicht an den Wasserhahn gelangen. Alternativ gibt es auch Waschbecken, die vorne etwas gerundet sind. Das erleichtert die Handhabung zusätzlich. Außerdem müssen Sie beachten, ob Sie genügend Abstellfläche haben.

Gewiss könnten Sie Ihre Kosmetik, Pflegeprodukte oder Medikamente auch in einem Schränkchen lagern, doch haben Sie genug Abstellfläche neben dem Waschbecken, erleichtern sich Ihre morgendlichen Gewohnheiten.

Höhe an Rollstuhl anpassen

Haben Sie das richtige behindertengerechte Waschbecken gefunden, muss jenes nur noch installiert werden. Essenziell ist die richtige Höhe. Messen Sie die Höhe Ihres Rollstuhls inklusive Ihrer Oberschenkel aus. Alles soll bequem unter das Waschbecken gefahren werden, ohne dass Sie sich eingeengt fühlen. Denken Sie dabei immer an die Rohre, die noch aus dem Waschbecken gehen. Lassen Sie sich bei der Installation am besten helfen, damit auch alles sicher und fest hängt.

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